Gebete.

Peter R. Pollmann - 'Gebete.'
Unaufhaltsam.

Und dann war Anderes. Und Neues, zu erfinden. Und neue Pläne schmieden. Finden. Und was zurückblieb, wiederfinden. Und bleibt doch nichts zurück. Da zwischen diesen Wörtern. War alles leer und aufgezehrt. Und doch nicht ausgelaugt genug. Um abzulegen. Halt zu machen. Es ist der Atem, der vorüberhuscht. Die Geilheit Fremder. Dachte er. Sie könne ihn berühren. An jeder Stelle seines Körpers. Finden. Ihn berühren. Und seine Seele fangen. Dachte er. Doch war da nichts. Nur Überdruss. Der Sprache raubte. Und Sprache schenkte, die er nicht sprechen wollte. Und dennoch fließend sprach. Es waren diese Nächte. Trampelpfade. Die ihm auch Hoffnung brachten. Und das Versprechen. Die Gefahr. Dass ihn nur Aussichtslosigkeit erregte. In Bann schlug. Und danach verließ. Verlassen würde. Keine Spur. Ich suche meinen Mörder. Dachte. Nähe. Der im Fenster. Und war. Mit sich. Auf sich gestellt. Und fühlte etwas wie Erleichterung. An einem Ort, der da war. Dort. Doch niemals hier. Und so begriff er die Bedeutung. Begriff er: ständig. Ständig. Unaufhaltsam. Und dachte noch. Sie baut nichts auf. Zerstört die Liebe. Absolut. Memento Mori. Denn du musst leben, erinnre dich daran. Was schwerer scheint, als mit dem Tod zu flirten. Das dachte er. Und schlug die Bibel zu. Nur Eitelkeiten.

‚Manna.‘
Zufallsbekanntschaften. (II)
Fortsetzung folgt

Der Paul.
Erstes Heft: Verschränkte Teilchen.
ISBN 9783756836192
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Richard Strauss
Also sprach Zarathustra
Vasily Petrenko
GWO Leipzig
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Larisa Gerasimchuk
Noon, 2016
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Von Peter R. Pollmann

Dichter, Rezitator & Sprechlehrer. Lebt in Köln.