Schlagring.

Peter R. Pollmann - 'Schlagring.'
Schatten.

Nur was geschehen wird, geschah. Dass es ihn überraschte, war die Überraschung. Ein dumpfer Aufprall. Nicht der geringste Schmerz. Du gehst zu Boden. Honigkuchenpferd. Asphalt. Und diese Pfütze. Saftig. Grinsen. Und bunte Lichtlein. Tatzen. Stollen. Marzipan. Rosinen. Da wusste er. Hier war ich schon einmal. Doch dann. Unmöglich. Dachte er. Das kann nicht sein. Der Steg am See. Die hohen, hohlen Fichten. Und meine Hütte. Ziegelrot. Im Mond. Und weiches Licht aus diesem Fenster. Gold. Gerahmt. Und auch ein Schatten. Dort. Bewegung. Dort. Der Ofen bullert. Ganz in deiner Nähe, meiner Nähe, als ob du Zwetschgensteine kaust. In jener Hütte. Ziegelrot. Am See. Wo niemand auf dich wartet. Im Schatten dort. Sein Schatten. Nebel. Weiße Sneakers, die sich entfernen. Kein Geräusch. Asphalt. Und diese Pfütze. Scham. Du nässt dich wieder einmal ein, Schmarotzer. Schadenfroh. Und dachte, nein, Mama, nur Durst und Kälte. Puls. Schlag. Das ist Blut. Und wie doch alles Sinn macht. Liebe. Sich verläuft. Das ist schon komisch. Dachte er. Und dachte, reingelegt. Noch kommen wir davon. Wie jedes Wort, die Welt erst schafft, in der wir existieren. Wundersam. Hat er dich je begehrt.

‚Manna.‘
Zufallsbekanntschaften. (I)
Fortsetzung folgt

Der Paul.
Erstes Heft: Verschränkte Teilchen.
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Von Peter R. Pollmann

Dichter, Rezitator & Sprechlehrer. Lebt in Köln.