Silber.

Peter R. Pollmann - 'Silber.'
Götterboten.

Ein Wesen. Körper. Zwei Geschlechter, Yuki. Yukimura, es war die Trägheit seines Herzens. Die mich an ihm faszinierte. Und seine Stärke, Yuki. Ja, Yukimura, da schäumten Ozeane. Die er sah. Und in sich wusste. Und nichts zu Ende führen. Weit und breit. Sich nicht dazu entschließen können. Ein Leben fast food. Yukimura. Auf dem Sprung. Wir hören ihn noch. Oyasumi. Faseln. Ich will nicht schlafen. Schäfer. Will. Dass die Barrikaden brennen. Ihn verbrennen. Der sich erheben soll. Und wird. Wie Phönix aus der Asche stieg. Sagt Yuki, Yukimura, das ist. Was ich von ihm erwarte. Haben will. Lacht Paul. Exakt. Der alte Traum. Zurück. Am Horizont. Kometen. Runderneuert. Einwandfrei. Ich weiß. Dass er sich finden wird. Sein Herz ausschütten wird. Die Chiffren, Yuki. Sieh. Er stand auf Chiffren, Yukimura. Spricht der Paul. Die Sprache etwa. Die zu nichts verpflichtet. Götterboten, Yukimura. Vergiss. Die Wörter, Yuki. Die er schreiben musste. Um zu bestehen. Anzufachen. Singt der Paul. Und hat kein Wort von dem jemals zurückgenommen. Ich sage. Paul. Es reicht. Schon gut. Kräht Paul. Ich scheiß auf die Geduld. Euch alle. Ihr seid zu doof. Um wahr zu sein. Der sonnt sich pudelwohl in den geklauten Welten. Denn deine Worte interessieren ihn nicht mehr. Das waren seine letzten Worte. Schwarz auf weiß. Verarscht. Und nachgetreten. Fick du dich selbst. Keift Yukimura. Genau das wolltest du. Von ihm. Er war in Not. Im Kampf mit sich. Du hast ihn maßlos provoziert. Ruft, Dammbruch, Yuki. Sieh. Es wird schon früher dunkel. Draußen. Und das bedeutet. Sprechen. Atmen. Überschnappen. Dass ich nicht zugriff. Schnelle Nummer. Nicht mit ihm schlief. Ihn glatt zum Teufel jagte. War mein Geschenk an ihn. Den Weg zu finden. Der ihn begleitet. Führt. Ans Wasser führt. Ich sage. Paul. Lass los. Beruhige dich. Er hat es nie begriffen. Nie erwidert. Wie du etwa. In deiner Eitelkeit mit Hinterlist und Scham vollauf beschäftigt warst. Mein Dichter. Gauner. F.B.I. Ein Typ. Der sich bedienen lässt. Bestechen und berauben lässt. Die Zeit verpeilt. Passt gut ins Bild. Profil. Nicht wahr. Hört das denn niemals auf. Schreit Paul. Du deckst ihn immer noch. Den Typ. Exakt. Der dich bewundert hat. Geliebt. Begehrt. Und flachgelegt. Und einwandfrei. Durchschaut. Weil er dich abstößt. Passgerecht und schlüsselfertig. Der Typ. Den du in ihm erfunden hast. Nur wiederfindest. Nämlich dich. Ist bannig stolz darauf. Sein Glück. Dass er nicht existiert. Allein. Ich hab die Schnauze voll davon. Und, Peter, Schätzchen, auch von dir. Und so was von. Gestrichen voll. Beruhige dich. Kein Kommentar. Auch er war Opfer. Held. Ein Schwein. Ich liebte ihn. Du liebst ihn noch. Der drauf geschissen hat. Und scheißt. Das ist nicht wahr. So wie ich jetzt auf dich. Stopp. Scheiße. Brüllt der Paul. Du hast mich angelogen. Alter Mann. Mit ihm betrogen. Alter Sack. Schreib alles auf. Und ab. Und hübsch ins Netz damit. Damit er’s weiß. Der keine Texte von dir liest. Ein Haufen Lügner. Hirnverpester. Er wie du. Und ihr. Brüllt Paul. Bin dann mal weg. Sagt Yuki, Yukimura, hier läuft was mächtig aus dem Ruder. Na klaro, sagt, keep smiling, Yukimura, Yuki, du. Wie sagt. Obaasan. Nozomi. Stimmt. Ich werde dich vermissen. Gestatten, Pustekuchen. Aus. Zu mir gewandt. Und keine Zigaretten. Jetzt. Denn ich bin. Echt.

‚Der Paul.‘ (XXV)
Fortsetzung folgt

Der Paul.
Erstes Heft: Verschränkte Teilchen.
ISBN 9783756836192
Books on Demand

HÖREN
Slipknot
The End, So Far
The Dying Song (Time To Sing)
Roadrunner Records

LESEN
Elias Canetti
Die gerettete Zunge
Carl Hanser Verlag

SEHEN
Dalton Gata
Portrait of Loneliness
15.08 – 11.09.2022
at Peres Projects

Von Peter R. Pollmann

Dichter, Rezitator & Sprechlehrer. Lebt in Köln.