Mega.

Peter R. Pollmann - 'Mega.'
Das ist Rekonvaleszenz.

In deinen Armen kann ich schlafen. Und das ist eine Neuigkeit. Ich konnte nie in Armen Ruhe finden. Spinnen. Es ist dein Herzschlag. Der mich dazu verführt. Ich kann in deinen Armen furzen. Auch das ist eine Neuigkeit. Du lachst. Küsst meinen Nacken. Und drückst ein Auge zu. Du bist der erste Falke. Der Daddy zu mir sagen darf. Du redest dummes Zeug. Mag sein. Das macht die Kiffe und das Bier. Mag sein. Ich rede immer dummes Zeug. Wenn du in meiner Nähe bist. Das macht die Liebe. Einstein. Sie ist nicht besonders schlau. Sie lässt sich gehen. Führt zusammen. Was den Fahrplan durcheinander bringt. Und diese Schuhe. Nein. Sie passen wirklich nicht zu ihrem Kleid. So schlafe ich in deinen Armen. Wie du in meinen Armen schnarchen kannst. Und spinnen kannst. Und straucheln kannst. Weil wir unmöglich sind. Dem Rätsel. Rätsel. Bleiben. Das ist real. Das macht die Nähe. Ist kaum auszuhalten. Und deshalb vögeln wir. Uns. Gute Nacht. Sie freuen sich bereits auf morgen. Diese Blicke. Wenn ich mich wieder fragen werde. Wer du bist. Und du dich wieder fragen wirst. Was ich dir bin. Bedeutet nur. Dass wir uns küssen müssen. Noch vor dem Zähneputzen. Durch dichte Wälder streifen müssen. Wie Streuner. Die den Tod verstehen. Ich habe mit dem Tabak Schluss gemacht. Auch das ist Erwartung. Alles klar. Die nächsten Tage. Sonnenschein. Ozon. UV. Und Klappe halten. Kein Gedicht. Das ist Rekonvaleszenz. Wie wundersam. Verstörend. In Echtzeit. Du und ich.

Peter R. Pollmann
Dornröschen hat Hunger.
Der Krimi bleibt. Schwul.
Prosa – 162 Seiten

Musik
Janis Joplin
Summertime (Live)
House Of Humbug

Art
Jean Cocteau
Raymond Radiguet dormant
Zeichnung
privat collection

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Von Peter R. Pollmann

Dichter, Rezitator & Sprechlehrer. Videomacher. Lebt in Köln.