Klaue.

Peter R. Pollmann - 'Klaue.'
Mach Dich auf jede Sauerei gefasst.

Zurück. Ich bin zu haben. Hammer. Mein Körper ist Dein Ackerboden. Dein Eldorado. Sakrileg. Mach Dich auf jede Sauerei gefasst. Bevor. Du Dich nach einem andren umsiehst. Und mir die Lust vergeht. Den Köder länger hinzuhalten. Löst sich das Grübeln. Meine Güte. Du bist zurück. In Wohlgefallen auf. So wird die Fantasie zur Wirklichkeit. Und Wirklichkeit zu Fantasie. Mit der ich reich gesegnet bin. Das ist die Klinge. Auf der ich balanciere. Und splitternackt. Und fassungslos. Damit mein Herz in Stücke springt. Beim Kopulieren. Weil nur gefunden werden will. Was nicht gefunden werden darf. Und kann. Abscheulicher. Jetzt kommt’s drauf an. Denn hier bin ich der Herr im Haus. Mein bestes Stück. Die Sache mit uns beiden. Das flotte Hin und Her. Das feige Drum und Dran. Ist mir zu kompliziert. Geworden. Und zog sich ausgewachsen in die Länge. Die satte Warteschlange. Taub und blind. Nun zäume ich das Pferd von hinten auf. Das macht die Sache mit der Liebe und den Gemeinsamkeiten. Umso besser. Wir sind quitt.

Peter R. Pollmann
Dornröschen hat Hunger.
Der Krimi bleibt. Schwul.
Prosa – 162 Seiten

Musik
Working Men’s Club
Fear Fear
Sydney Minsky Sargeant
Heavenly Recordings

Art
Ang Kiukok
Rabbia, 1982
Öl auf Leinwand
privat collection

Von Peter R. Pollmann

Dichter, Rezitator & Sprechlehrer. Lebt in Köln.