Bunker.

Peter R. Pollmann - 'Bunker.'
Das Wachs in deinen Ohren. Es ekelt dich vor dir.

Wenn nichts mehr passt. Wird alles gut. Applaus. Applaus. Von jeder Seite. Sie gibt sich deiner Zunge hin. Die Lust am Raub. Sobald du diesen Kopf, mein Herr, im Einkaufsnetz zu Markte trägst. Das ist das Zeichen. Endlich Nacht. Am. Tiefen. Schwarzen. Wüsten. Himmel. Ein Komet. Wer hätte das von dir gedacht. Die nackte Brust. Enthemmt. Ein Blitz. Ein Schlag. Tumult. Und Wermut. Aberglaube. Sie weißelt. Kocht. Die graue Masse. Die dich besticht. Zum Henker kürt. Solange du sie willig führst. Die große Klappe. Meine Wörter übertönt. Und niederschweigt. Verhöhnt. Was mir ins Herz geschrieben wurde. Trieft zügellos im Überdruss von deinen Pfoten. Zärtlichkeit. Friss reichlich Kreide. Braune Linsen. Schächer. Die Spatzen pfeifen. Schon. Allzeit bereit. Das alte Lied. Falls dich der Weltschmerz übermannen sollte. So. Saftig. Nahrhaft. Gott. Zum. Gruß. Mach uns nichts vor. Du weißt genau. Wer dich zerlegt. In Stücke reißt. Das Wachs in deinen Ohren. Es ekelt dich vor dir. Und doch hältst du mit allen Kräften daran fest. Das sagte ich: Wer Unverwundbarkeit markiert. Wird niemals lieben. Und ist dem Tod kein Augenzwinkern wert.

Peter R. Pollmann
Dornröschen hat Hunger.
Der Krimi bleibt. Schwul.
Prosa – 162 Seiten

Musik
Johann Sebastian Bach
Cellosuite Nr. 4
‚IV. Sarabande‘
Bruno Philippe
harmonia mundi

Art
Caravaggio
‚David mit dem Haupte
des Goliath‘
Öl auf Leinwand
Galleria Borghese

SoundCloud, Twitter & YouTube (HD)

Von Peter R. Pollmann

Dichter, Rezitator & Sprechlehrer. Videomacher. (Steinbock. Gay. Single.) Lebt in Köln.