Taube

DIENSTFREI III

Mein Verlangen nach dir übernimmt den Verstand. Die Wörter lassen sich Zeit. Sie können der Versuchung nicht widerstehen. Sie machen mir klar, wie verwundbar ich bin. Sie verweigern mir jede Berührung. Ich frage mich, ob du überhaupt existierst. Die Gefahr ist greifbar. Das wird mir bewusst. Der Friedensschluss bleibt keine Option. Die Wörter bemuttern mich nicht. Sie erst berechtigen uns.

Musik
Maurizino Azzan
Finding a Tangency
Nieuw Ensemble
HCR

Von Peter R. Pollmann

Freischaffender Dichter, Blogger, Rezitator und Sprechlehrer. 'Das Geheimnis der Wörter bleibt ihre Gravitation. Wir treiben es hier wie die Karnickel, Herr Doktor.'