Urs

AUSLÄUFER VII

Mich ekelt die selbstgefällige Fäulnis der Wörter. Schon komisch, wie herrlich im Gegensatz dazu die Sprachlosigkeit klingt. Im Geäst ihrer Wellen versteckt sich ein Wort, das meiner Stimme bislang entging. Ich staune. Was bleibt mir auch anderes übrig. Ich schreibe. Ich atme. Nur laufe ich nicht mehr davon. Von deinen Lippen allein, heißt es doch, werde ich meinen rechtmäßigen Namen ablesen können. Und das möglicherweise schon bald. Weiche Knie.

Musik
Evan Johnson
Colophons
Geoffrey Chaucer
Exaudi
Kairos

Von Peter R. Pollmann

Freischaffender Dichter, Blogger, Rezitator und Sprechlehrer. 'Die offenen Fragen. Sie stellen sich vor, wie verwundbar wir sind. Und das genau macht uns zu Tätern. Mein Freund. Wir reisen ohne Gepäck.'