Der Hingucker

Rein Sonnenlicht auf Glanzpapier; wie fügt sich’s raderdoll. Hier stimmt’s sich ein, hier lässt sich’s geh’n. Nackt. Trächtig. Eingespannt. Der Liebe kommt’s. Im Spiegelrausch mit Windhundblicken; jäh. Hier bin ich herrisch unbewegt; gar manchem auf der Spur. Ich lausche meiner Stimme blind und auch, was sie verheißt. Siehst Du mich an. So dank ich’s Dir. Wir kreißen ungetrübt. Im Himmel Du. Am Schleifstein ich. In nimmermüdem Lauf. Auf allen Vieren, Augenstern, mein Röslein aufgepasst! Wie’s relativ zum Leichenschmaus; im Handumdrehen. Pressiert. Ich winde mich. Verlass Dich drauf! Ich brech’ den Bann: Tonight. Mir Halsabschneider kommt’s drauf an; hier sagt sich’s: I can wait.

Sämtliche Figuren der Rubrik ‚Gerüchtehalber. Verpeilt.‘ sind frei erfunden. Alle Ähnlichkeiten mit Lebenden, Verstorbenen und kommenden Generationsrepäsentant*innen sind deshalb rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Tageslosung, 29. Mai 2020

(ungelenk, derb)

Wer andern eine Grube schenkt, dem sind die Götter hold. Vertu’ Dich nicht. Gemeißelt steht’s. Da braucht’s kein Kāma. GRRRRR-AH!

Von Peter R. Pollmann

Freischaffender Dichter, Blogger, Rezitator und Sprechlehrer. 'Das Geheimnis der Wörter bleibt ihre Gravitation. Wir treiben es hier wie die Karnickel, Herr Doktor.'