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Musik=Literatur

La Mer. Unverzagt.

Mein Herzschlag, Du solltest inzwischen geübt, längst vertraut sein mit dem, was mich aufpeitscht, entzieht; wie’s Dich fortlaufend lockt; wie’s uns ungestüm birgt. Das Schwankende. Liebster. Das Unreine. Trifft. Die verschrobene Richtung. Der verweigerte Rat. Wie’s im Gleichschritt ermattet. In verbotener Lust. Den Gehorsam verweigert. Das Gewissen belebt. Ein Ohrwurm, Karfunkel, stellt Dir einleuchtend nach; was den Gaumen verhöhnt, zuckersüß mich versetzt.

Car j’ignore où tu fuis, tu ne sais où je vais,
Ô toi que j’eusse aimée, ô toi qui le savais!

Charles Baudelaire (1821-1867) aus: A une passante

Ein Dilemma, versteht sich, diese schamlose Wucht. Wir bewegen uns schließlich, wir ziehen voran in Klartext, verletzend; in Begrenzung & Zahl. Was gut ist. Natürlich. Was prägt. Uns bestimmt. Was Begegnen entschlüsselt. Grobe Keile. Nur zu.

So schließ’ Deine Äuglein; Wort, verbirg meine Qual; so lausche in Demut, was bildreich und kühn die dunkelste Stunde der Nacht widerlegt. Wenn Leben & Tod ineinander verschwimmen. Wenn Stillstand & Weite; wenn klagloser Schrei den Verrat am Geheimnis; unsre Schuld offenbart.

Wie’s der Hahnenruf. Einbläut. So erinnere mich. Uns dem Tageslicht aussetzt. Überantwortet. Sprich!