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Musik=Literatur

Webern hellwach & die Antwort ist: Ja.

Kommt Jungs, wir machen Rabatz. Hin und weg!

Wie schön es doch ist, getragen von allen vier Welten zugleich, sein täppisches Gleichnis in schweifendem Bilde – nur Wachtraum, nur Herzschlag – betrachten zu können.

Nix Blaue Pillen. Nix Pilze. Kein Gras. Die heilvolle Schwebe. Der rasende Stillstand heißt kreuz und quer zittern; heißt: Quatuor Arod.

Klar bieten Schönberg, Zemlinsky und Webern den schnittigen Trip geradezu bärbeißig an. Dass aber Mendelssohn, Mendelssohn zaghaft – wie’s da von weichen Porträts rundweg einschläfernd stutzt -, dass also ausgerechnet ein Felix – stramm gescheitelt; gelockt – die steile Begegnung der besonderen Art holdrio aus dem Schmuckkästchen zaubert, schockiert; denn solcherlei, Jungs, also ernsthaft gesprochen, das habe ich erstmals – nichts Böses erahnend – im Schächerwaldrot Eurer Demut erblickt; krass durchlebt.

Also. Finger weg. Platz da. Blitz. Vom Donner gerührt. So dermaßen scharf, zeitgenössisch entsetzt, wie’s der liebe Bartholdy selbst im Dunklen nicht wagte, erträumte. Vergiss! Allerhand.

In einem meer kristallnen glanzes schwimme –
Ich bin ein funke nur vom heiligen feuer
Ich bin ein dröhnen nur der heiligen stimme.

Stefan George (1868-1933)

Oh nein. Liebe Freunde, dem Zufall im Sinkflug; wir schulden ihm nichts. Doch seien die Winde – all überallhin – für heute entschlossen & zärtlich genannt: Jordan Victoria (Süd), Alexandre Vu (West), Corentin Apparailly (Ost) und Samy Rachid – der Bärtige – (Nord). Und klar, Ihr sehr gut aus; das muss wohl so sein. Ist nicht schlimm. Mann-o-Mann. Immerhin.

So. Für heute: Bis morgen. Wie immer. Vielleicht. Dann & wann.
Euer
Peter:

PS
Auch Dich, liebste Mathilde, Dich vergessen wir nicht.

Weiter. Hören!

Quatuor Arod
– The Mathilde Album
(Elsa Dreisig)
Anton Webern, Arnold Schönberg, Alexander von Zemlinsky
– Mendelssohn
(Marianne Crebassa)